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Zubehör

Meist wird alle Sorgfalt in das rollende Material gesteckt und die Strecke eher stiefmütterlich behandelt. In Clubanlagen gibt es oft sehr ordentliche Bahnhöfe und schmucke Remisen, aber auf die Details an der Strecke wird eher weniger Wert gelegt. Demzufolge ist das Angebot von Elementen zur Detaillierung bescheiden. Durch meine Heckendurchfahrt benötige ich einen gesicherten Bahnübergang. Weder eine Schranke noch ein maßstabsgerechtes Signal waren verfügbar. Bei 'Fremdfahrten' ist es am Abzweig schon vorgekommen, dass der streckenunkundige Lokführer die auf Abzweig gestellte Weiche übersah und mit zu hoher Geschwindigkeit die Weiche passieren wollte... Um dem vorzubeugen, brauchte ich eine ordentlich erkennbare Weichenlaterne. Aus solchen Gründen begann ich, diverse Ergänzungen für den Betriebsdienst zu bauen.


Das Formsignal

Mein Bahnübergang über den Gartenweg befindet sich hinter einer Hecke, ist also nicht einsehbar. Damit erkennbar ist, ob der Übergang gesichert ist, wurde ein Signal erforderlich. Ich hatte den Ehrgeiz, ein originalgetreues Formsignal zu bauen. Dazu gehört natürlich auch der funktionsfähige 'Aufzug' für die Signallaterne und andere Details. Bemaßte Zeichnungen dafür waren nicht zu bekommen, also habe ich die Maße am Original abgenommen. Details zum Signalbau sind auf der Seite 'Detaillierte Beschreibungen und Angebote'  zu finden. 

 
Die Schranke

Wie bereits beschrieben, muß ich den durch die Hecke verdeckten Gartenweg sichern, denn ein Zuggewicht von weit über einem Zentner kann bei Zusammenstoß ernsthafte Verletzungen hervorrufen. Auch für eine Schranke der Einheitsbauart der 20er Jahre konnte ich keine Detailzeichnungen bekommen. Ich habe deshalb eine der letzten in unserer Region noch in Betrieb befindlichen alten Schranken mit Fotos im Detail dokumentiert. Dies wird die Basis für die Ausführungszeichnungen werden. Über den Baufortschritt werde ich auf der Seite 'Detaillierte Beschreibungen und Angebote' berichten.


Die Steuerung für Schranke und Signal

Ein bisschen kommt der Elektroniker in mir auch beim Eisenbahnhobby immer mal wieder durch. Sowohl beim Signal, als auch bei der Weiche wollte ich natürlich ohne Stellwerker auskommen und auch meine Fahrt nicht unterbrechen. Also muß das Auslösen wie im Original mit einen robusten Steckenkontakt erfolgen. Dazu habe ich einen kontaktlosen, witterungsfesten Magnetschalter benutzt. Die Elektronik steuert nun unabhängig von der Anzahl Achsen des Zuges das rechtzeitige Schließen der Schranke, die Fahrt-Stellung des Signals und nach Passieren des Bahnüberganges das Rückstellen in die Ausgangsstellung. Wichtig ist dabei, dass die gesamte Steuerung robust und Wetterfest ist. Zur Stromversorgung konnte ich das bereits beim Gleisbau verlegte Kabel nutzen. In der Remise habe ich ein normales 12V-Akku- Ladegerät. Damit versorge ich über die unter den Gleisen verlegte Leitung alle Verbraucher wie Weichenantrieb, Signal und Schranke.


Der Weichenantrieb

Angeregt durch einen Vorschlag in der Zeitschrift 'Gartenbahnen' habe ich einen elektrischen Weichenantrieb entwickelt, der die Wahl der Strecke ohne Unterbrechung der Fahrt ermöglicht. Basis ist ein 12 V-Scheibenwischermotor, verbunden mit einer einfachen Mechanik. Der gesamte Antrieb ist in einem wetter- und ameisenfesten Gehäuse (Hersteller: Fa. Rittal) untergebracht. Weichenantrieb 'Ameisenfestigkeit' ist besonders wichtig, denn wenn die kleinen Tierchen einmal einen Eingang gefunden haben, blockieren sie bald mit Ihrem Bau die gesamte Mechanik. Der Weichenantrieb kann optional um einen Antrieb für die Weichenlaterne ergänzt werden. Im Gehäusedeckel befindet sich dafür eine je nach Weichenstellung 45 Grad drehbare Welle, Die Welle ist so abgedeckt und abgedichtet, dass keine Feuchtigkeit und kein Kleingetier eindringen kann. Diese Welle trägt bei Bedarf die Weichenlaterne. Details zum Weichentrieb sind auf der Seite 'Detaillierte Beschreibungen und Angebote'  zu finden. 

Die Weichenlaterne

Die Westerwälder Eisenbahnfreunde bietet maßstabsgetreue Weichenlaternen an. Diese sind zwar modellgerecht, aber nicht geeignet, um aus größerer Entfernung sicher die Weichenstellung zu erkennen. Ich habe deshalb in bewußter Mitachtung des Maßstabes 1:11 bei Spur 5 größere Weichenlaternen eingesetzt. Meine Weichenlaterne ist im Maßstab 1:3 und somit perfekt erkennbar. Die Weichenlaterne ist ebenfalls auf der Seite  'Detaillierte Beschreibungen und Angebote'  beschrieben.

Die Bahnhofsuhr

Es gab Zeiten, da war die Eisenbahn ein Synonym für absolute Pünktlichkeit, so wie es noch heute in der Schweiz ist. Also gehört zu einer ordentlichen Bahn auch eine Bahnhofsuhr. Ich habe aber gar keinen richtigen Bahnhof - was tun? Also kreiere ich einfach eine allgemeine, von überall sichtbare Bahnuhr - diese aber funkuhrgenau. Im Tausch (danke Modellbaupark Markkleeberg) konnte ich originale alte Normaluhren bekommen. Die Uhrensteuerung ist ein Produkt von heute. Nun noch ein bischen gebaut und diverse Meter Kabel verbuddelt - und fertig ist die Bahnuhr. Ich hoffe, die große Bahn fährt bald wieder so präzise, wie meine Uhr anzeigt.

Der Tachometer

Die Neugierde ist manchmal eine eigentümliche Triebkraft. Ich war neugierig, wie viele Kilometer meine Maschinen inzwischen gelaufen sind - und konnte es anhand des Betriebsbuches der Dampflokomotive nur schätzen. Für die anderen Triebfahrzeuge existiert nicht einmal ein Betriebsbuch, so dass ich total im Regen stand. Dazu kam eine Anregung aus dem Modellbaupark Markkleeberg. Dort beklagte man sich, dass die zur Kilometermessung eingesetzten digitalen Fahrradtachometer stets bei Batteriewechsel ihr "Gedächtnis" verlieren. Beide Anregungen führten dazu, dass ich ein kleines Gerät entwickelte, das als Kilometerzähler ohne Gedächtnisverlust und als Geschwindigkeitsmesser funktioniert. Das Kernstück des Tachometers ist ein programmierbarer Microprozessor. Dieser wird mit Impulsen "gefüttert", die kontaktlos mit einem Hallschalter und einen kleinen Magnet an einer Fahrzeugachse gewonnen werden. Der Prozessor rechnet die Anzahl der Impulse je Zeiteinheit in Abhängigkeit vom jeweiligen Raddurchmesser so um, das er die gefahrene Strecke und die momentane Geschwindigkeit ermittelt. Die Geschwindigkeit wird an einem Meßinstrument angezeigt, die gefahrene Strecke zählt ein klassisches mechanisches Zählwerk. Dieses verliert seine Zählinformation mit Sicherheit nie. Durch die notwendige Programmierung des Prozessors ist dieses Gerät sehr leicht an alle Raddurchmesser anpassbar und somit universal einsetzbar. Das führte dazu, dass inzwischen alle meine Lokomotiven damit ausgestattet sind und der Tachometer im Modellbaupark Markkleeberg seit Mai 2008 erfolgreich im Einsatz ist. Nun muß ich nicht mehr schätzen, wie groß die Kilometerleistung meiner Maschinen war, sondern ein Blick auf den Kilometerzähler reicht. Nachfolgend einige Bilder dieses recht kleinen Gerätes und der Stromlaufplan. Daran erkennt der Fachmann, wie trivial, aber auch zuverlässig die Lösung ist.